Nach einer Weile kamen wir dann am Stanley Park an und da das Wetter so toll war, haben auch wir uns ein paar Räder geliehen und sind einmal durch den Park gefahren. Wirklich zu empfehlen. Anschließend haben wir bei etwas live Musik am öffentlich Strand unter Palmen den Abend ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen ging es dann zeitig raus. Nach einem kleinen Frühstück und Café bei Starbucks haben wir dann das Auto bei Avis geholt. Gar nicht so einfach, denn im Gegensatz zu Chris unserem Avis-Mann hier in Waterloo, wollten die mir nicht erlauben einen unter 25 Jährigen Zweitfahrer zu haben. Na gut, da haben wir halt Clemens auf beide Autos eingetragen und sind so die Tour halt mit 2 Autos und 3 Fahrer gefahren. Nächstes Ziel war MEC (Mountain Equipment Coop, ähnlich wie Globetrotter aber mit viel mehr Eigenmarken... und es ist ein Club. Um dort einzukaufen muss man also erst ein lebenslange Mitgliedschaft für 3$ kaufen). Dort haben wir uns dann zum Teil mit neuen Schlafsäcken ausgerüstet. In Banff und Jasper sollte es wohl bis zu -5°C werden und so haben wir uns lieber mal einen etwas Wärmeren gekauft (was sich später auch ausgezahlt hat). Gas für die Kocher musste auch noch besorgt werden und weil wir ins Bärengebiet gegangen sind, haben wir uns sicherheitshalber auch noch ne Bärenwumme gekauft (eine Art Kugelschreiber, wo man einen Silvesterböller draufschreibt, denn man dann durch einfach loslassen ein paar Meter weit schießen kann und der ganz schön laut knall... ja wir konnten es uns nicht verkneifen den am ersten Abend in der Wildniss mal auszuprobieren...).

Nach einem Großeinkauf und dem Packen der Autos ging der Roadtrip dann los. Die erste Etape war etwa 1000km. Auf halber Strecke haben wir uns dann einen Zeltplatz gesucht. Und weil wir arme Studenten sind haben wir uns bei MEC auch noch das Buch "Kostenlos Zelten in British Columbia" gekauft. Und direkt am ersten Abend hat es sich schon ausgezahlt. Auch wenn die häufig Plätze etwas abseits sind, man ist für sich alleine und sie kosten nichts. Ob es den Autos manchmal so gut getan hat, mag ich bezweifeln, aber glücklicherweise waren die ja nur gemietet ;-) Wir sind an den ersten beiden Tagen dann durch Steppen gefahren, wo ohne Bewässerung wohl fast gar nichts gewachsen wäre. Vorbei an riesigen Weinanbaugebieten und Weiden mit teilweise tausenden Tieren. Die Städte Princeton, Keremos, Penticton oder Kelowna würde ich nicht zwangsweise als schön beschreiben. Touristenorte mit einer großen Straße und dutzenden Einkaufszentren, Hotels und Fast-Food "Restaurants". Für die nächste Nacht im Freien hatten wir dann etwas weniger Glück. Irgendwie haben die Kilometerangaben aus dem Buch nicht zu Realität gepasst, so dass wir dann zwecks Dunkelheit passen mussten und uns auf einem Rastplatz bequem gemacht haben. Da wir aber nicht an der Straße schlafen wollten sind wir ein Stück ins Gebüsch und ach was für ein Wunder... Schienen. Na gut, lieber an den Schienen als an der Hauptstraße. Zeltaufbauen und schlafen legen. Wieviele Züge genau vorbeikamen, darauf konnten wir uns am nächsten Morgen nicht einigen. Die Zahlen schwankten zwischen 2-5. Auch wenn wir sie nicht gesehen haben, dass die alle verdammt lang waren, darin waren wir uns alle einig.


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