Montag, 4. April 2011

Drei auf einen Streich (25.02)

... oder auch Tag Nummer 3 in New York City ...

Erstmal war Ausschlafen angesagt. Da ich ein neues Objektiv für meine Kamera haben wollte, hab ich dann erstmal nachgesehen wie lange B+H auf hat. Als ich dann feststellte, das die folgenden Samstag gar nicht und heute nur bis 2 Uhr aufhatte, war der rühige Morgen dann direkt zu Ende. Also schnell alles packen und ab zur Metro. Glücklicherweise war direkt in der Nähe eine U-Bahn Station, so dass ich rechtzeitig da war. Der Begriff Superstore war allerdings ein wenig untertrieben. Auf 2 Etagen gab es alles was sich das Fotografen Herz vorstellt. Wenn man etwas für seine Spiegelreflex braucht, dann muss man sich erstmal anstellen. Ein bisschen wie beim Ticketschalter. Wenn du an der Reihe bist wird dir eine Nummer angezeigt zu der man dann geht um beraten zu werden. Ich hab nicht gezählt, aber es waren mindestens 100 Verkäufer... Die beraten einen dann und holen einem die Sachen zum Testen, echt ganz cool. Wenn man sich dann entschieden hat, bekommt man sein Produkt kurz in die Hand und danach wandert es in eine Kiste und verschwindet auf einem Rollband. Man bekommt die Rechnung, mit der man dann an einer der Kassen bezahlt und danach bekommt man dann seine Sachen an der nächsten Station.

So endlich hatte ich das Objektiv (wen es interessiert das EF-50 1,4 von Canon). Bis wir uns wieder treffen wollten waren noch 3 Stunden. Die anderen sind zum Flat Iron gelaufen und dann zu Macys, dem größten Kaufhaus der Welt wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Also mal ein bisschen durch Manhatten laufen. Ich hätte allerdings als erstes mal etwas essen sollen, denn für etwas mehr als eine Stunde bin ich hungrig und ohne großartige Orientierung der Nase nach durch Midtown gelaufen. Dabei stand an wirklich jeder Ecke ein Hotdog Stand. Irgendwann hab ich mir auch mal eine geholt, allerdings muss man wissen, dass man Kraut oder Zwiebeln extra ordern muss. Da ich das nicht getan habe, gabs halt nur ein Würstchen im Brötchen mit Senf, aber na gut, erstmal wwas um den größten Hunger zu stillen. Danach war ich auch wieder etwas konzentrierter und bin nicht mehr die ganze Zeit in die falsche Richtung gelaufen... Vorbei der der Rückseite des Rockefeller Centers wo wir 2 Tage zuvor auf der Aussichtsplatform waren zum MoMA (Museum of Modern Arts). Ich hab wenigstens von außen mal vorbeigeschaut. Von außen ein eher hässliches Gebäude... die Austellung soll aber wirklich gut sein und viele der Exponate hat man irgendwo schon mal gesehen. Aber dafür war keine Zeit. Mittlerweile hatte ich mich auch schon wieder Richtung Macys vorgekämpft wo wir uns treffen wollten. Ich war auch fast der Erste dort. Daher hab ich dann nochmal einen kurzen Abstecher zum Empire State Building gemacht, was nur 2 Blocks entfernt war. Von unten hoch zusehen ist gar nicht so einfach, da dort so viele Leute langlaufen. Nette Architektur, aber die Höhe beeindruckt einen nach so vielen Hochhäusern die man hier schon gesehen hat dann auch nicht mehr.

Mit der U-Bahn ging es dann zur Brooklyn Bridge. Eines der Wahrzeichen Manhattans und die erste Brücke die nach Brooklyn geht. Mittlerweile sind es ja ein paar mehr, aber die Brooklyn Bridge ist meiner Ansicht nach noch immer die mit Abstand schönste. Dort kam ich auch erstmal richtig dazu das Objektiv zu nutzen. Nach ein paar Fotos war ich auch direkt überzeugt, dass es ein lohnender Kauf war.

Sonntag, 20. März 2011

Zweiter Tag am Big Apple (24.02)

... oder was Memphis mit New York zu tun hat ...

Am nächsten Tag haben wir uns zeitig auf den Weg besucht der Dame in grün einen Besuch abzustatten. Nach dem wir die Tickets gekauft haben mussten wir dann auch nur noch etwa eine Stunde warten bis wir auf eine Fähre zu Liberty Island kamen. Die Fahrt dorthin war etwas windig, aber das hatten wir die Tage häufiger mal. Die Ablegestelle befindet sich direkt an der Spitze von Manhatten, so dass man auf der Fährfahrt einen herrlichen Blick auf die Skyline bekommt. Wenn man sich dass so ansieht wie die ganzen Wolkenkratzer auf dieser kleinen Insel stehen, hat man fast das Gefühl die müsste doch im Meer versinken. Wie eine Wand erheben sich die ersten Gebäude, nur im im Hintergrund von noch höheren Gebäuden überragt zu werden. Leider war das Wetter morgens noch sehr wolkenverhangen, was den Genuss ein wenig beeinträchtigt hat.

Nach ein paar Minuten haben wir uns dann der Freiheitsstatue genähert. Aus mittlerer Entfernung ist man fast etwas enttäuscht dass sie so klein ist. Sobald man dann aber direkt vor ihr steht, erkennt man dass sie doch recht groß ist (die Dimension verschieben sich in der Stadt hier ein wenig). Gerade als wir die letzten Bilder gemacht haben, hat sich dann die Sonne auch mal blicken lassen, so dass wir noch ein paar schöne Fotos machen konnten. Ein kleiner Spaziergang um die Insel lohnt sich dort wirklich. Und der Blick auf New York ist von dort wirklich mitreisend.

Von Liberty Island aus hat man dann entweder die Chance direkt wieder zurück nach Manhatten zu fahren oder weiter nach Ellis Island, wo früher die meisten Einwanderer die über den Atlantik kamen durchmussten. Dort wurde dann Identität festgestellt und medizinsche Checks durchgeführt und so weiter. Ein ganz ansehnliches Museum was dort errichtet wurde. Weiterhin können dort auch Amerikaner ihre Vorfahren ausfindig machen... dort befindet sich nämlich das große Archiv in dem alle Unterlagen über Einwanderer gesammelt wurden. So kann man dann versuchen herauszufinden wann und von woher die Familie in die USA eingewandert ist.

Als wir wieder zurück waren sind wir dann mal durch den Financial District gelaufen. Da wo die ganzen Banken und Versicherungen ihre Büros haben. Nach einer Weile lassen einen die meisten Hochhäuser dann auch recht kalt und es muss schon ein besonders schönes Gebäude sein dass man länger als ein paar Sekundenbruchteile hinschaut. Unser Ziel waren der Bulle auf der Wallstreet. Und ja, auch wir haben uns mit dem Bullen abgelichtet. Dabei waren nicht alle Bilder von vorne, sondern wir haben auch Fotos gemacht neben dem durchaus stattlichen Gemächt des Bullen *G*. Die Börse haben wir dann auch noch im Vorbeigehen mitgenommen und plötzlich standen wir dann vor Ground Zero. Eines der neuen Gebäude wurde ja schon hochgezogen, trotzdem befinden sich dort immer noch 2 riesiege Löcher im Boden umgeben mit Bauzäunen. Nicht wirklich spektakulär. Eine Gedanktafel erinnert am nächsten Gebäude an die Verstorbenen. Nachdem wir das abgehakt hatten ging es zum Essen nach Hells Kitchen. Das war früher ein Ganoven-Viertel und ist jetzt ganz schön zum Ausgehen und Essen. Viel Zeit blieb allerdings nicht, da wir ja Karten für ein Broadway-Muscial hatten. Wir haben uns Memphis angesehen, in dem es um die Entstehung des Rock and Roll ging. Wirklich beeindruckend und die musikalische Klasse war wirklich spitze.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Start spreading the news... New York, here we come ... (22.02-23.02)

... oder wo ist eigentlich die Besucherplatform auf dem Empire State Building ...

Am Dienstagmorgen sind wir nach dem Frühstück erstmal von Boston nach New York gefahren. Das Wetter war zwar noch recht kalt, aber dafür ohne Schnee. Und die gute Nachricht war auch dass in New York zwischen 5 und 11°C sein sollten. Endlich Frühling. Unseren Weg zum Hostel haben wir auch recht gut gefunden. Im Stau standen wir nur ein wenig. Aber vor dem Hostel in Brooklyn angekommen, war uns nicht ganz bewusst ob wir richtig sind. Von außen ließ nichts auf ein Hostel schließen. Wir wurden dann auch sehr freundlich von der Verwalterin begrüßt. Geld sollten wir irgendwann mal die Tage bezahlen. Insgesamt waren die Zimmer ganz ok. Selbst die recht weichen Betten gingen. Allerdings gab es zwei Probleme. Nummer eins war ein etwa 50 jähriger Alternativer, überzeugter Sozialist, Anti-Kapitalist und vollkommen selbst-überzeugter Journalist der im Hostel wohnte. Von dem durften wir uns dann auch einmal anhören, dass wir besser die dt. Geschichte mal studieren sollte... denn seiner Meinung hat Hitler seine ganzen Verbrechen und den Krieg nur begangen, wegen dem Geld der Amerikaner (als ob sich die ganze Welt nur um amerikanische Interessen drehen würde). Problem 2 grinste mich am letzten Tag unverholen an und versteckte sich dann wieder... ne Ratte. Auf unserer Heimfahrt merkten wir dann auch dass die unser Brot angenagt hatten. Ich glaube sowas ist in New York üblich. Wenn irgendwo in der Nachbarschaft sich ein paar Ratten ansiedeln sind die bald überall und viel kann man dagegen nicht tun.
Aber nun zu den schönen Dingen. Davon gabs nämlich einige... So sind wir am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein auf unseren ersten Spaziergang aufgebrochen. Mit der Metro ist es verdammt leicht nach Manhatten zu kommen und die Ticketpreise sind wirklich erschwinglich. Einmal in den Untergrund eingestiegen kann man überall in Manhatten fahren, ohne eine weitere Karte zu lösen. Und meistens waren wir gar nicht so lange unterwegs... und selbst wenn man mal zu einer ungünstigen Zeit an die Haltestelle kam, dann musste man auch selten lange warten.

Erstmal ging es zum Guggenheim Museum. Ganz anschaulich von der Architektur, aber zu einem Museumsbesuch haben wir uns dann nicht hinreisen lassen. Nächstes Ziel war der Central Park den wir durch das Engineering Gate betreten haben... da haben wir auch ein Foto gemacht. Nur das mich die anderen  nicht mit aufs Bild lassen wollten, weil ich in Deutschland ja kein Ingenieur bin ... Frechheit ... Aber ich nehm solche Stichelein ja mit Humor. Selbst im Winter/Frühling ist der Central Park schon beeindruckend. Man muss erstmal einmal durchlaufen um die schiere Größe zu begreifen. Dort haben wir dann auch ne Weile ne Seifenblasenkünstler zugehen und etwas mitgemacht. Nicht gerade alltäglich sieht man Seifenblasen von bis zu 2 Metern Durchmesser. Nach einem kleinen Abstecher zum Metropolitan Museum of Arts folgten wir der Fifth Avenue die sich einmal durch ganz Manhatten zieht. Vorbei an den ganzen sündhaft teuren Boutiquen und in einige der Kirchen, die das Stadtbild wirklich sehr vielseitig machen, ging es zum Rockefeller Center.

Dort auf dem Platz vor dem Gebäude steht jedes Jahr der riesige Tannebaum und es befindet sich auch eine Schlittschuhfläche direkt im Schatten des Wolkenkratzers (das Bild ist von der anderen Seite). Dort haben wir uns erstmal geteilt und wir haben uns die Grand Central Station angesehen. Eine riesige Halle die von ihren Ausmaßen eher an eine Kirche erinnert. Dort lohnt es sich auch wirklich mal über Treppe aus der unteren Etage in die Halle zu gehen. Wirklich beeindruckend. Dann ging es wieder zurück zum Rockefeller Center wo wir auch nach insgesamt etwa 1.5 Stunden auf dem Dach waren... pünktlich zum Sonnenuntergang. Das schöne ist dort, dass man wirklich draußen ist. Glas an allen Seiten auf der unteren Ebene verhindert das herunterfallen. Wenn man noch eine Etage bis ganz auf die Spitze geht, dann hat man einen unvergleichlichen ungehinderte Ausblick auf ganz New York City... unter anderem auf das World Trade Center. Dabei kam dann auch die Frage auf wo sich eigentlich die Aussichtplatform des Empire State Bildings befindet? Da es dunkel war musste man nur auf die Blitze der Leute auf dem anderen Gebäude zu warten... denn wir haben die fotografiert und die uns. 250m tiefer ging es dann weiter Richtung Times Square. Als ich dort dann ein Foto machen wollte, dachte ich direkt ich spinne. Von den Daten die mir meine Kamera von der Lichtmessung gab hätte es auch ein bewölkter Mittag sein können so hell war es... Alles voller Menschen, und dabei ist es am Abend bei Weitem noch nicht so schlimm wie am Tage... Mit den typischen Touri-Geschenken (I love NYC) haben wir uns in den dortigen Souvenirläden dann auch eingedeckt. 12$ für 5 Shirts... am Central Park wollten die noch 10$ für ein T-Shirt haben.

Nach so einem Tag waren wir dann auch froh wieder zurück zu sein. Ein toller, wenn auch intensiver Tag am Big Apple ist vorbei...

Montag, 21. Februar 2011

Massachusetts Intitute of Technology (MIT) und Havard University (21.02)

... oder auch warum man im Urlaub im Vorlesungssaal sitzt ...

Denn genau das haben wir getan wenn auch nur für wenige Minuten. Am Montag sind wir mit der Metro zum MIT (Massachusetts Institute of Technology) gefahren. Wir hätten auch eine dreiviertel Stunde laufen können, aber bei fast -15°C haben wir uns dann doch für die U-Bahn entscheiden, auch wenn wir dafür 2x über den Fluss fahren (MIT und Havard liegen in Cambridge, auf der gegenüberliegenden Flussseite von Boston). Wir hatten ja gehofft ein wenig vom Vorlesungsbetrieb mitzubekommen, allerdings ist in den USA in der gleichen Woche Urlaub gewesen. Und zusätzlich war an dem Montag dann auch noch Presidents Day, so dass wir nicht mal einkaufen gehen konnten.

Als wir dann endlich am MIT waren hatten wir ein Problem... weil Feiertag war, wurden die Türen verschlossen. Glücklicherweise mussten wir aber nicht einmal 5 Minuten warten bis jemand mit einer Chipkarte zufällig vorbei kam und uns dann auch mit reingelassen hat. Von innen sieht eigentlich alles aus wie überall hier. Große Hallen und viel nackter Beton. Einziger Unterschied hier... es wurde Farbe benutzt um es ein wenig aufzuhellen... Außerdem standen noch viele Tafeln rum an denen sich viele Leute schon auf teilweise kreative Art verewigt haben (siehe das Bild links). Nach ein wenig herumstreuern kam zufällig eine geführte Gruppe vorbei, der wir uns ganz dreist einfach mal mit angeschlossen haben. So kamen wir dann auch mal in einen Vorlesungssaal, die große Eingangshalle, den Fresstempel, in die Nähe der Wohnkasernen usw... Ein paar interessante Sachen hat man auch erfahren. Andere wiederum nicht. So wollte unsere Führerin nicht damit herausrücken wieviel man hier Studiengebühren pro Semester bezahlt...

Ein paar Blocks weiter sind wir dann in der MIT Museum gegangen. Das ist quasi dazu gedacht um der restlichen Welt zu zeigen wie geil man doch ist in Sachen Forschung. Von Robotik, über Computertechnologie zu Hologrammen und anderen netten Austellungsstücken gab es quasi eine kleine Zeitreise durch die Geschichte des MIT. Sehr witzig fand ich auch die Abteilung über Scherze der MIT Studenten. So haben diese ihrer eigenen Uni schon so einige Streiche gespielt, wie zum Beispiel Autos auf dem Dach der Uni aufgestellt.

Später ging es in die andere bekannte Universität, Havard. Das erste was uns auffiel war die hohe Mauer die das Geländer umgab. Durch einen der wenigen Eingänge sind wir dann hinein nur um uns von einem unfreundlichen Sicherheitsbeamten sagen zu lassen, dass wir nicht mal befugt sind das Havard Geländer zu betreten... komische Leute da... Na gut also am nächsten Eingang probieren (das sah dann mehr wie ein Haupteingang aus) und dann waren wir auf dem Campus. Die Mauer umschließt tatsächlich eine Großteil des Campus, vermutlich dafür gedacht um die Studenten während der Prüfungszeit zum Lernen zu bringen... In eines der Gebäude sind wir dann auch mal rein, auch wenn wir wieder ein großes Schild passieren musste, was uns gesagt hat, dass man ohne Studentenausweis der Havard University nicht befugt ist das Gebäude zu betreten... irgendwie etwas paranoid. Naja, aber so spannend war es dort auch nicht. In ein paar Seminar und Vorlesungsräume haben wir mal einen Blick geworfen, aber die sehen nicht anders aus als irgendwo anders. Wir haben dann den Tipp bekommen was man sich auf dem Campus noch ansehen könnte. Das Gebäude sieht außen wie eine Art Kirche aus und es scheint für besonders festliche Anlässe genutzt zu werden. Als wir dort hinliefen kam uns auch eine große Ansammlung von Studenten entgegen... musste wohl eben irgendwas dort drin zu Ende gewesen sein. Das hat uns dann auch die Möglichkeit geboten in einen der Vorlesungssäale reinzuschauen. Viel dunkles altes Holz, sehr vornehm und festlich... so wie man sich eine alte renomierte Universität vorstellt. Leider mussten wir feststellen dass die Säulen nicht wirklich massiv waren. Ob es Plasik oder nur eine dünne Holzschicht war konnten wir am Klang nicht unterscheiden. Mein erster Eindruck war aber direkt: "Mehr Schein als Sein"... Als wir dann noch in einen anderen festlichen Saal gegangen sind (der ein wenig wie der Speisesaal von Hogwarts aussah) hat uns doch direkt mal eine Studentin die dort saß in unmissverstänlicherweise klar gemacht das wir nicht erwünscht sind und wenn wir nicht gleich verschwinden sie die Campus Polizei ruft... Naja... mein Bild von Havard war damit geprägt.

Am Abend sind wir dann noch in einer sehr gemütlichen Kneipe gelandet. Der Wirt hatte dort wirklich Spaß an sein Arbeit und hat auch Gefallen daran gefunden dass ein paar Deutsche bei ihm eintrudeln. Später gabs dann noch Live-Musik und das ein oder andere Bier (wobei hier Bier nicht nur Pilsner bedeutet, sondern von Ale, über Stout, Lager, Cream Ale, Red oder Irish Ale alles angeboten wird) haben wir auch noch geleert.

Sonntag, 20. Februar 2011

Boston (20.02)

... oder die Straße der Milliadäre ...

Nachdem wir am Vortag angekommen sind ging es heute auf Entdeckungstour durch Boston. Die Stadt hat viel zu erzählen, ist sie doch eine der wichtigsten Städte der amerikanischen Kolonien gewesen. Einige der wichtigsten Entscheidungen auf dem Weg zu Unabhängigkeit haben hier ihren Ursprung. Die Stadt hat sich dann auch für Touristen die Mühe gemacht einen Freedom Trail (Weg der Unabhängigkeit) zu errichten. Eine Einlage aus roten Backsteinen führt durch die gesamte Stadt vorbei an allen wichtigen Stationen und Gebäuden der Unabhängigkeits Bewegung. Einen Plan mit Erklärungen haben wir uns in der Touristen Information geholt (und ich eine Mütze von Boston da ich meine am Vorabend wohl im Restaurant liegen lassen hatte und man es bei den Temperaturen ohne nicht aushält). Neben ehemaligen Regierungs- und Versammlungsgebäuden kommt man auch an ehemaligen Schulen, Kirchen und Friedhöfen vorbei. Eine gute Seite um sich alle Stationen einmal anzusehen findet ihr hier.


In der Faneuil Hall haben wir uns mal wieder einer kleinen Führung angeschlossen und haben etwas über eine der blutigen Schlachten inmitten von Bosten während des Unabhängigkeitskrieges gehört. Eine sehr anschauliche Erzählweise... allerdings bei seiner Leidenschaft und seinem Sendebewusstsein wundert es mich nicht warum es so viele glühende Patrioten in den Staaten gibt. Selbst die Kinder die auch an der Führung teilnahmen waren schon vollkommen ergriffen und bewegt das ihre Vorfahren sich die Unabhängigkeit mit solcher Hingabe und einem solchen Aufopferungswillen erkämpft haben. Nach diesem kurzen Einblick in die amerikanische Seele ging es dann weiter Richtung Hafen. Das schöne ist dabei, dass die Fährfahrt bereits im Nahverkehrsticket enthalten ist. Und von der Seeseite aus hat man immer einen fantastischen Blick auf die Skyline.

Am Ende des Freedom Trails stand dann noch die Besichtigung der USS Constitution (=Verfassung) an. Sie ist das älteste noch von alleine schwimmende Kriegsschiff. Nachdem wir den mittlerweile schon obligatorischen Sicherheitscheck über uns ergehen lassen haben, durften wir dann auch in das Museum und auf das Schiff. Das ist schon beeindruckende wie eng dort alles zu geht. Von einem Marinesoldaten wurde uns dann auch noch ein wenig über die Geschichte des Schiffs berichtet. Auch über die schwierigen Umstände der Besatzung wurde berichtet. Übersalztes Fleisch, kein Privatleben, kurze Ruhepausen, Krankheiten. Auch wurde ein wenig vermittelt wie es während einem der unzähligen Gefechte dieses Kriegsschiff unter Deck abgelaufen ist. Wenn man sich dabei vorstellt, dass wir da sogar Lampen hatten und die armen Kerle damals nicht mal Licht im Innenraum hatten, dann möchte ich nur sehr ungern tauschen. Abschließend haben wir dann noch einige Bilder von diesem imposanten Dreimaster gemacht. 

Anschließend sind wir noch den zweiten Weg, den Black Heritage Trail (Erbe der Schwarzen) gelaufen. Boston war eine der Städte die in Sachen Freiheitsrechte der Schwarzen in vorderster Front war. Bereits 1790 gab es keine Sklaven mehr in Boston. Und auf dem Weg sollte man etwas über diese Entwicklung erfahren. Wahrscheinlich hätte man dafür in das Museum was auf dem Weg lag gehen müssen, denn uns blieb das etwas unerschlossen. Einige der Häuser spielten wohl tatsächliche eine entscheidende Rolle bei der Abschaffung der Sklaverei und der Entwicklung einer der ersten freien afro-amerikanischen Gemeinden. Irgendwie war aber das einzige was äußerlich zu sehen war, schicke Villen. Ein Anwohner schien dann auch wohl etwas verwundert über uns gewesen zu sein und hat sich dann mit uns kurz unterhalten. In dem Stadtteil indem wir da eben waren, leben eigentlich nur Millionäre. Nach seinem Kenntnissstand kosteten die meisten Häuser an dieser Straße so um die 7-15 Millionen. In den viergeschossigen Häusern befand sich dann neben einer Bibliothek und dem Wohnräumen des Besitzers auch noch die Küche im Keller (wo ein Koch angestellt ist) und im obersten Geschoss die Räume der Bediensteten. Die meisten haben wohl so 2-3 meinte er. Seine Tochter wohnt auch gleich um die Ecke und die ist sogar Milliardär... eine von 3 auf dem Platz in dem wir da gerade waren. Das erklärte dann auch warum wir seit einiger Zeit eigentlich fast ausschließlich BMW, Mercedes oder Porsche gesehen haben. Zufällig standen wir auch gerade vor dem Haus von John Kerry, der Senator von Massachusetts und Präsidentsschaftskandidat von 2004. Ohnehin ist Boston vom Durchschnittsvermögen eine der reichsten Städte der USA.