Donnerstag, 2. September 2010

Québec

... oder die französische Hauptstadt Nord-Amerikas... (01.09-02.09)

Québec ist wirklich eine schöne Stadt. Das liegt wohl darin begründet das sie recht eurpopäisch ist und daher etwas vertrauter wirkt. Zusätzlich hat sie dann noch ein paar wirklich tolle Gebäude und Ecken, die sie zu einer der architektonisch ansehnlichsten Metropolen macht. Leider merkt man dass auch im Ansturm der Touristen. Glücklicherweise werden es nach 18 Uhr schlagartig weniger, so dass man wenigstens da noch etwas vom Flair der Stadt mitbekommt.
Am ersten Tag haben wir uns die Stadt aus dem 31. Stockwerk angesehen. Dort ist eine große Besucherplattform auf einem Regierungsgebäude (denn Québec ist die Hauptstadt von Québec). Wir hatten zwar nur eine halbe Stunde, aber die hat sich gelohnt. Man konnte sich einen netten Überblick verschaffen und hat auf diese Weise schon einmal grob gewusst wo welche Sehenswürdigkeiten stehen, die man sich am gleichen oder am nächsten Tag nochmal anschauen wollte. Nachdem Jonas alleine weitergezogen ist, haben wir fast noch 2 unserer Gruppe verloren. Die waren kurz vor Schließung auf Toilette gegangen und kamen nicht rechtzeitig wieder, als abgeschlossen werden sollte. Da wir die Damen freundlich gebeten haben nochmal zu schauen, da wir wen vermissen, hat sie sich nochmal auf die Suche begeben. Zum Schluss wurden sie noch gefunden und wir konnten unseren Trip fortsetzen.

Da es nach 17 Uhr hielten sich nicht mehr so viele Touristen in der Stadt auf, so dass wir das Parlament und das berühmte Hotel Fontenac in Ruhe genießen konnten. Das Gebäude ist das wohl meist fotografierte Hotel der Welt. Dort haben sich Churchill und Roosevelt 2x getroffen um den D-Day zu besprechen und es wurde für viele weitere wichtige Ereignisse genutzt. Auch ich hab mich da angeschlossen und an beiden Tag Fotos von allen Seiten und zu allen Tageszeiten gemacht. Da der erste Tag sich dem Ende neigte, sind wir zum Hotel zurück und haben uns dort fertig gemacht, da wir nochmal weggehen wollten. Dafür gibt es in Québec 2 gute Adressen. Das Chez Dagobert und das Chez Maurice. Liegen beide etwa gegenüber und sind wirklich coole Nachtclubs. Eigentlich kostet dort der Eintritt um die $25, aber da Mittwoch war hat es nichts gekostet. Ein wirklich cooler Abend, nur dass ein Budweiser $6 kostet und man schief angeschaut wird, wenn man nur $1 Trinkgeld gibt ist noch etwas gewöhnungsbedürtig.


 Am nächsten Morgen stand erst einmal ausschlafen auf dem Programm. Danach haben wir uns getrennt, da ich den Versuch gestartet hab die Speicherkarte aus meinem CD-Laufwerk zu bekommen (in Québec nicht möglich). Anschließend hab ich auf eigene Faust eine Fototour gestartet, begonnen am alten Hafen, durch die Altstadt und dann hinauf zur Zitadelle. Das schöne wenn man alleine unterwegs ist, dass man nur seinem eigenen Plan folgen muss und auch spontan mal noch von dort noch ein Foto machen kann... Ich hab mich zwar auch einmal verlaufen, aber dabei sieht man auch mal Ecken, die den meisten anderen verborgen bleiben. Mit einer Tour zu Fuß lernt man eine Stadt einfach am besten kennen.
Gegen 18 Uhr hab ich dann die Fähre über den beachtlichen Saint Lorenz Strom auf die andere Seite der Stadt genommen. Bei der tollen Fährfahrt von 10 Minuten, bei der man die Stadt immer aus einer schönen Perspektiv sieht, konnte man die Beine ein wenig baumeln lassen. Auf der anderen Seite angekommen, ging es dann direkt wieder auf einer der Klippen auf einen Aussichtspunkt mit 2 Sitzbänken. Von dort aus wollte ich den Sonnenuntergang, der sehr malerisch direkt hinter der Stadtkulisse stattfindet, mit meiner Kamera festhalten. Ohne Stativ entwickelte sich das zwar ein wenig zu einer Bastelarbeit, da ich irgendwie die Kamera befestigen musste, aber letztendlich hat es geklappt. Interessanterweise kam kurz vor Höhepunkt des Sonnenuntergangs der Rest der Gruppe. Nachdem wir festgestellt hatten, dass es wirklich Zufall war, dass wir uns getroffen hatten (am Morgen wurde ausgemacht sich um 18.30 an der Fähre zu treffen... leider war ich da gerade unter der Dusche, sodass ich davon nix mitbekam), haben wir noch ein paar Gruppenfotos gemacht. Das war dann auch noch ein kleiner Bastelakt, denn mein Aufsteckblitz passt leider immer noch nicht perfekt auf die Kamera... naja.

Nachdem die Sonne untergegangen war, ging es neben einem kurzen Abstecher in einem Restaurant ($10 für ein Glas Rotwein) noch mal kurz zur beleuchteten Fontäne vor dem Parlament und dann zum Hotel zurück. Sobald ich in Waterloo bin, werde ich wohl mal meine Kamera vom Fachmann auf den Blitz einstellen lassen. Falls das etwas kostet, ist das nun auch nicht mehr ganz so schlimm, denn das Geld vom Stipendium ist heute auf dem Konto eingegangen. Jetzt warte ich nur noch auf die Erstattung der Kosten für die Studiengebühren...
Wir sind auch gerade schon wieder auf dem Weg nach Ottawa, wo wir heute Abend die Stadt erkunden wollen und eventuell noch etwas feiern werden, dass das Geld da ist (zumindest bei manchen, andere sind bei anderen Banken und da dauert es wohl noch bis Montag). Die Posts der gesamten Ostküstentour sind auch nun mit Datum versehen und es sind wieder einige neue Bilder in der Fotogalerie gelandet, die ihr nun auch viel leichter über die Linkliste an der rechten Seite findet.

Dienstag, 31. August 2010

Kouchibouguac Nationalpark

... oder die Fahrt durchs Niemandsland... (31.08)

Von Prince Edward Island ging es in aller frühe Richtung Moncton. Das ist die nächst größere Stadt in New Brunswick, nachdem man die Insel verlassen hat. Dort hatte uns Google gesagt gäbe es auf Whale Watching. Obwohl wir wussten dass die Stadt nicht einmal über einen Zugang zum Meer verfügt, haben wir es erst einmal versucht. Am ersten Tim Hortons haben wir nachgefragt wo doch der Hafen sei, denn dort sollte das starten. Wir wurden daraufhin nur mit einer etwas unverständlichen Antwort zufriedengestellt "Wollen sie etwa schwimmen? Einen Hafen gibt es hier nicht." Ok, das hatte sich dann wohl erledigt. Wir haben dann nochmal in der Stadt gesucht, doch an der gesamten Nordostküste gibt es keine Whale Watching Touren. So etwas muss man dann wohl in der Bucht von Fundy, wo wir am Anfang waren machen oder an Cape Breton.
Also sind wir gefahren und gefahren und gefahren... Nach Karaquet sind wir dann nicht gekommen, sondern haben uns für einen Weg entschieden, der die Küste mit einem großen Highway an der kanadisch-amerikanischen Grenze verbindet. Mehr macht diese Straße auch nicht. 150km kein einziges Haus. Das ist ein wenig wie die Finmark in Nordnorwegen.
Als wir dort vorbei waren erreichten wir die ersten Städte die wir zu Beginn der Tour gemacht hatten. Von da aus führt unser Weg zum großen Teil über Straßen, die wir bereits auf der Hinfahrt genutzt haben. Vor dem Schlafen sind wir noch über die Grenze nach Québec gefahren und haben uns dort ein Motel genommen. Diesmal mit 8 Leuten in einem 4er Zimmer, denn Jonas ist in Moncton ausgestiegen noch nochmal ein Abenteuer zu erleben. Er will den Rest der Strecke, also die letzten 2500km als Anhalter zurück nach Waterloo reisen.
Wer sich über fehlende Bilder wundert, hat vollkommen recht. Zum 31.08 existieren Bilder, aber die sind noch auf meiner Speicherkarte, welche ich im Halbschlaf im dunklen Auto ins CD-Laufwerk geschoben habe. Dort ist sie noch drin, da bisher keine Möglichkeit war die da heraus zu holen. Das werde ich dann in Waterloo machen.

Prince Edward Island

... oder die verschlafene Insel ohne Wale ... (29.08-30.08)

Auf Prince Edward Island, oder auch nur kurz PEI, angekommen ging es erst einmal kurz in die Touristeninfo die direkt am Anlegedock lag. Dort haben wir uns dann den Camping Platz klar gemacht auf dem wir die nächsten beiden Tage verbringen wollten. Gleichzeitig wurde uns offenbart, dass von PEI aus keine Walbeobachtungstouren starten. Warum konnte uns die gute Frau auch nicht sagen. Allerdings haben wir einen Tag später erfahren, dass die Gewässer hier recht warm sind. Vermutlich ist das der Grund, warum man hier in der Nähe kaum Wale sehen kann. Da Sonntag war und wir ohne hin durch die Hauptstadt der Insel und gleichzeitig Regierungssitz der gleichnamigen Provinz gefahren sind haben wir die Chance genutzt dort noch einmal auf der Farmer Market zu gehen. Der findet dort jeden Sonntag statt und war im Vergleich zu dem Vorherigen vor wir auf Cape Breton Island waren (war eher ein Meet and Greet in einer Kirche) ganz ansehnlich. Da haben wir auch direkt 2 Säcke der berühmten Insel Kartoffeln mitgenommen. Durch den roten sehr fruchtbaren Boden sollen die besonders gut sein. Sehr lecker waren sie wirklich, aber ob sie so viel besser sind mag ich nicht beurteilen wollen. Alleine durch das Schlendern über den Markt merkt man das die Insel hier die Gemüsekammer Kanadas ist. Von Bohnen, über Gewürze, Kartoffeln usw. wird hier fast alles angebaut.
Da Wale anschauen flach fiel waren wir am 29. erst einmal am Strand. Der sollte so toll und lang sein und voller Sand. Als wir an der Küste ankamen sahen wir auch Sand. Ungünstigerweise befand er sich 20 Meter unter uns am Fuß der Steilküste. An der Kante konnte man nach links und rechts schauen...und... was für eine Enttäuschung auch dort überwiegend Steilküste. Wir haben dann ein einheimisches Päarchen getroffen, dass uns erzählt hat, dass der nächste Strand etwas 1,2 Meilen entfernt ist und der richtige Badestrand noch etwas weiter...naja... das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir fanden dann eine kleine Stelle zum Absteigen um an den Strand zu kommen. Der Vorteil wir hatten ihn für uns komplett alleine. Kein anderer Mensch zu sehen. Das Baden war auch ein Vergnügen. Da dort quasi der Atlantik ist, hat das Wasser im Schnitt nur 19°C, aber es war akzeptabel. Wenig später kam dann eine Familie mit ihrem kleinen Boot dort vorbei. Die hatten dort ihre Sachen hinterlegt und ihr Boot ins Wasser gelassen. Nach einem kurzen Gespräch wurden wir auch direkt zu einem kurzen Bootstrip eingeladen. Typisch kanadisch. Einige haben die Chance genutzt und durften sogar selbst einmal fahren.

Am folgenden Tag hatten wir uns bereits für 8.30 Uhr zum Tiefseefischen angemeldet. Wir Biotechnologen nutzten die Gelegenheit, während unsere Maschinenbauer Lasertec spielen waren (Paintball nur ohne Farbgeschosse). Der 3 Stunden Trip war echt klasse. Mehrere Makrelen haben wir zu beginn gefangen, bevor wir dann noch etwas herausgefahren sind. Dort haben wir mit einigen Stücken der gefangenen Makrelen  als Köder Kabeljau gefangen. Nach 2 Minuten bissen auch direkt gleichzeitig zwei an meine beiden Haken an (davon existieren Bilder, die ich aber noch nicht bekommen habe). Das Raufziehen war mühsam hat sich aber gelohnt. Leider blieb es bei den Beiden. Das war aber nicht so schlimm, denn der gesamte Bootsfang wurde durch alle Gruppen geteilt. Letztendlich hatten wir eine tolle Zeit an Bord, 15 Markrelen und 5 Kabeljau Filets. Nach einer kurzen Dusche ging es nochmal nach Charlettetown. Da hab ich mich eine Stunde mit einem lecker Kaffee zu Starbucks gesetzt und die Bilder der letzten Tage hochgeladen und die letzten Post mit Bildern gefüllt. Dabei hab ich mich geärgert, dass ich den nächsten Blog Eintrag noch nicht fertig hatte. Dummerweise...hab ich ihn nur übersehen auf dem Desktop, denn ich hatte ihn ja schon auf der Fähre geschrieben. Daher gibt es heute 2 Posts auf einmal. Einer geschrieben bei der Fahrt auf die Insel, der andere beim Verlassen über die riesige Confederation Bridge. Nachmittag waren wir dann noch eine Stunde in der Bucht Kanu fahren, bevor wir dann ein großes Barbeque mit dem Fisch und dem gekaufen Rind gemacht haben. Super...
Jetzt gleich wollen wir versuchen noch eine Walbeobachtungstour zu finden auf dem Festland. Danach geht es dann über die von mir so bezeichnete Nordroute an der Küste zurück über Karaquet nach Quebec, wo wir uns die Stadt ansehen werden.

Samstag, 28. August 2010

Cabot Trail

...oder endlich wieder Straße wie zuhause... (28.08)

Kanadische Highways sind toll, wenn man weite Entfernungen zurücklegen muss... aber sie sind verdammt langweilig. Da war der Cabot Trail doch eine tolle Abwechslung... aber dazu gleich mehr.
Der Sonnenaufgang im Cape Breton Highland Nationalpark war klasse. Auch wenn er nicht direkt über dem Meer war, sondern hinter ein paar kleinen Hügeln. Man hätte auch behaupten können es sei gemalt gewesen... ich hätte es geglaubt. Während der halben Stunde habe ich eine gesamte 4GB Speicherkarte mit 255 Bildern vollgeballert. Davon sind zwar dann direkt einige am Rechner im Papierkorb gelandet. Bei den restlichen kann ich mich nur schwer entscheiden welche mir besser gefallen.


Dadurch dass wir bereits 5.30 Uhr aufgestanden sind, gab es das Frühstück bereits um 7 Uhr. Diejenigen die nicht mit am Strand waren, wirkten eigenartigerweise etwas angefressen, als wir sie weckten, aber ok. Das hatte den Vorteil, dass wir zeitig starten konnten. Die Sonne stand also nicht bereits am höchsten Punkt und hat erbarmungslos alles in einen leichten fast schon dunstigen Schleier getaucht, sondern man konnte noch Bilder machen.
Denn auf dem gesamten Cabot Trail von geschätzten 200km reihen sich 48 Aussichtsplätze. Da gibt es also viele Motive. Zusätzlich hab ich noch viel aus dem Auto fotografiert, wobei ich teilweise auch mal mit dem halben Oberkörper aus dem Auto hing (natürlich angeschnallt...). Davon sind allerdings nur die wenigstens Fotos wirklich toll geworden, weil alles irgendwie sehr matt wirkte und langweilig. Obwohl ich geschätzte 500 Bilder während der 4 Stunden auf dem Cabot Trail gemacht hab, war noch genügend Zeit zum Entspannen und die Landschaft zu genießen. Die war wirklich sehenswert... Aber auch die Straßenführung ähnelte mehr den verschlungenen Alpenpfaden mit engen Serpentinen und Pfaden direkt am Abgrund, denn typisch kanadischen Straßen. Auch die Häuser und die Gärten wirkten europäischer (vor allem, so wie man sie sich in Schottland vorstellt). Zum Mittagessen waren wir in einem Restaurant im Cheticamp. Das ist der erste große Ort außerhalb des Nationalparks. Das ist ein Tipp aus dem Lonely-Planet... einem unserer Bücher Reiseführer. Dort ist er als angeprissen, als das Restaurant schlechthin, wo die Stadtbevölkerung hingeht, weil hier Preis und Leistung passen. Ich hatte da ein sehr geiles Pasta Garnelengericht.
Anschließend sind wir nur noch gefahren, weil wir möglichst nah an die Fähre Richtung Prince Edward Island kommen wollten. Das hat auch funktioniert und wir haben wieder mal zu neunt in einem 4er Zimmer geschlafen.
Leider mussten wir daher die einzige Single Malt Destille Nova Scotias auslassen. Dort wäre ich wirklich gern reingegangen. Irgendwann werde ich dort nochmal vorbei schauen, denn der Whiskey dort soll wirklich gut sein. Es war aber auch schon nach 17 Uhr und die hatte eh geschlossen und dort einen Tag zu warten hätte unseren Zeitplan dann doch massiv verschoben. So... next Time. Wir kamen auch recht spät im Motel an, so dass nur wenig Zeit war im Internet was zu machen. Für ein paar wichtige Sachen hat es gereicht und die Bilder der letzten 3 Tage sichten ging auch noch. Aber Zeit zum Bloggen, war leider keine. Daher sitz ich hier gerade auf der Fähre nach Prince Edward Island und tippe den Post. Mal sehen wo ich es schaffe ihn hochzuladen. Zum Glück bietet hier fast jede Tankstelle und eigentlich jedes Café, Motel oder Restaurant kostenloses Internet (manchmal auch ohne Passwort, so dass es reicht, sich vor dem Gebäude auf eine Bank zu setzen). Was wir auf der Insel anstellen, werden wir mal schauen. Der Plan war eine Whale Watching Tour zu machen, zu Grillen (Rind... lecker und hier genauso günstig wie Schwein) und das super tolle Wetter am Strand zu genießen. Die Insel hier ist so ein bisschen wie bei uns die Ostseeküste. Insgesamt haben wir hier 2 ganze Tage. Die sollen ein wenig als Entspannung dienen, denn danach geht es schon wieder Richtung Waterloo, mit einem Abstecher nach Quebec und vielleicht der Hauptstadt Ottawa.

Freitag, 27. August 2010

Fort Louisburg

.... oder die kanadische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme... (27.08)

Von Sydney aus ging es am nächsten Tag ins Fort Louisburg. Das ist etwa 50km von dort entfernt. Wir wollten ursprünglich auf dem Weg essen, aber da sich keine Gelegenheit geboten hat, sind wir bis zur Stadt Louisburg gefahren. Von da aus konnten wir schon die Festung sehen.  Am Hafen kurz nachgefragt wo man am besten irgendwo einen Platz in der Nähe hat um zu frühstücken. Also dann direkt dort hin und auf dem Weg haben wir einen Parkplatz gesehen auf dem wir dann nach dem Essen unsere Fahrzeuge abgestellt haben und die letzten 5 Minuten zur Feste gelaufen sind. Da kam auch direkt eine Busgruppe an, der wir uns anschlossen. Als wir dann plötzlich drin waren, merkten wir dass man nirgendwo bezahlen konnte... Das fanden wir erst später heraus, dass man in der Stadt parken musste um dann mit dem Bus zum Fort gefahren zu werden. In Kanada geht man wohl nicht davon aus, dass Leute die ein lebendiges Museum anschauen dort hin laufen... Naja $18 gespart...

Dieses Fort hat zusammen mit weiteren Küstenverteidigungen den Hafen geschützt, der früher enorm wichtig für die Franzosen war. Nach den Neuenglandkriegen mussten die Franzosen die Festung aber an die Engländer abgeben, welche diese dann bis auf die Grundmauern geschliffen haben. Die letzten 200 Jahre existierte dort also nichts. Erst 1960 hat die Regierung den Plan gefasst die Festung wieder aufzubauen, quasi als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, da zeitlgleich die Minen der Umgebung geschlossen wurden. So kam es dass bis heute viele Minenarbeiter und deren Kinder als Schausteller und Arbeiter dort arbeiten.

Wir haben dann dort eine kleine Militärparade, eine öffentliche Bestrafung am Pranger, Quartiere französischer Soldaten, eine Bäckerei und viele weitere interessante Dinge gesehen und gehört. Aber irgendwann mussten wir auch dann wieder weiter, denn wir wollten noch bis zum Cabot Trail kommen. Der liegt auf der Nordspitze von Cape Breton und führt auf sehr hügeligen und geschlängelten Pfaden durch den Nationalpark Cape Breton Highlands. Ich nehme an, weil die Region hier den schottischen Highlands sehr ähnelt und auch viele Schotten und Iren in der Region leben. Das merkt man nicht zuletzt auch an den Ortsnamen, welche häufig noch den gälischen besitzen.
Ok, nun bin ich auch mal wieder am Ende.
Geschrieben hab ich den Post auf dem Campingplatz 1km nach Beginn des Nationalparks. Nachts bei fast Vollmond und sternenklarer Nacht. Da wir hier am Meer sind ist die Luft etwas feucht aber man kann auch noch im Pullover draußen sitzen. Morgen wollen wir ganz früh aufstehen und den Sonnenaufgang in der Bucht von Cape Breton erleben. Das sind 5 Minuten zu Fuß. Danach werden wir noch den Rest des Cabot Trail entlang der malerischen Küste Richtung Prince Edward Island genießen.